In den letzten Jahren habe ich mehrfach erlebt, wie Unternehmen hohe Marketing-Budgets in taktische Aktionen stecken – ohne klare Verbindung zu echten Leads oder messbarer Pipeline. In vielen Fällen genügt eine gezielte HubSpot-Automation, um innerhalb von 90 Tagen die Marketingkosten spürbar zu senken und gleichzeitig qualitativ bessere Leads zu generieren. In diesem Beitrag beschreibe ich meinen pragmatischen Fahrplan: konkret, umsetzbar und auf messbare Ergebnisse ausgelegt.
Meine Prämisse: weniger Streuverlust, mehr Relevanz
Ich beginne immer mit einer einfachen Frage: Für welche Zielkunden darf ich wirklich arbeiten? Wenn wir die Zielgruppensegmente präzise definieren, lassen sich Marketingausgaben stark reduzieren – weil wir nur noch in Kanäle und Inhalte investieren, die nachweislich Nachfrage erzeugen. HubSpot ist dabei mein Werkzeug der Wahl, weil es CRM, Marketing Automation und Reporting in einer Plattform vereint und schnelle Iterationen erlaubt.
Erste 14 Tage – Basis schaffen
Die ersten zwei Wochen dienen dazu, die Infrastruktur aufzubauen und zu richten. Ich achte auf folgende Punkte:
Ohne diese Grundlagen laufen Automationen ins Leere. Eine saubere Datenbasis reduziert spätere Aufwände – also senkt das langfristig die Kosten.
Tag 15–45 – Automationen bauen, testen und messen
In dieser Phase geht es um die konkrete Automatisierung von Lead-Gewinnung und Nurturing. Meine Schritte:
- Lead-Erstkontakt: Automatische Dankesmail + relevanter Content-Download.
- Nurture-Track: 3–4 E-Mails über 2–3 Wochen, abgestimmt auf Interesse und Verhalten.
- Lead-Scoring-Automation: Punkte vergeben für Seitenaufrufe, Downloads, E-Mail-Interaktionen.
- Sales-Alert: Automatische Benachrichtigung an Vertrieb bei Überschreiten des Score-Schwellwerts.
Wichtig: Ich implementiere A/B-Tests für Betreffzeilen und Landing-Page-Varianten. In HubSpot kann man schnell Varianten anlegen und die besten Versionen ausrollen. Schon kleine Verbesserungen in der Conversion-Rate multiplizieren die Einsparung bei den Kosten pro Lead.
Tag 46–75 – Optimieren und automatisieren, was Geld kostet
Jetzt beginnt das tatsächliche Sparen: Wir eliminieren Kanäle und Maßnahmen mit schlechtem ROAS und verstärken erfolgreiche Elemente.
Ich messe fortlaufend Cost-per-Lead (CPL), Cost-per-Acquisition (CPA) und Conversion-Rates entlang des Funnels. Ziel ist, den CPL innerhalb der 90 Tage um mindestens 25–40 % zu senken – ohne Qualitätseinbruch.
Tag 76–90 – Skalieren und dokumentieren
Die letzten zwei Wochen nutze ich, um zu skalieren, Dokumentation zu erstellen und Übergaben vorzubereiten:
Die Skalierung bleibt datengetrieben: Ich skaliere nur, wenn die Kennzahlen stabil oder besser werden.
Konkrete Automations-Beispiele, die arbeiten
KPIs, die du täglich verfolgen musst
| Metrik | Warum wichtig |
| CPL (Cost per Lead) | Direkter Indikator für Effizienz der Kampagnen |
| Conversion Rate Landing Page → Lead | Zeigt Optimierungspotenzial bei Formularen und Copy |
| Lead-to-MQL Conversion | Qualität der gewonnenen Leads |
| MQL-to-SQL / Opportunity | Gibt Auskunft über Sales-Fit und Übergabeprozesse |
| Customer Acquisition Cost (CAC) | Langfristige Rentabilität |
Häufige Stolpersteine und wie ich sie vermeide
Tool-Stack (aus meiner Praxis)
Wenn du diese Struktur in den ersten 90 Tagen implementierst, wirst du feststellen: Die Marketingkosten sinken nicht durch Einsparen allein, sondern durch bessere Auswahl der Kanäle, Automatisierung repetitiver Prozesse und vor allem durch eine klare Abstimmung mit Sales. Ich begleite solche Projekte regelmäßig – und die Kombination aus sauberem CRM, zielgerichteten Automationen und konsequenten Tests ist fast immer der Hebel, der die Kosten senkt und gleichzeitig die Lead-Qualität hebt.